{"id":1071,"date":"2019-05-05T14:25:46","date_gmt":"2019-05-05T12:25:46","guid":{"rendered":"https:\/\/koru-bcc.de\/?p=1071"},"modified":"2024-09-12T15:03:15","modified_gmt":"2024-09-12T13:03:15","slug":"ursachen-fuer-konflikte-im-team-diversity-und-konfliktmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/koru-bcc.de\/de_de\/ursachen-fuer-konflikte-im-team-diversity-und-konfliktmanagement\/","title":{"rendered":"Diversity, Agility, Customer Centricity und noch ne \u201e-ity\u201d- Sau die durchs Dorf getrieben wird?"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"1071\" class=\"elementor elementor-1071\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-185a1d58 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"185a1d58\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-745422ea\" data-id=\"745422ea\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cf7b211 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"cf7b211\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Ich staune immer wieder \u00fcber die Vehemenz, mit der neue Trend-\u201eities\u201c regelm\u00e4\u00dfig durch die deutsche Unternehmenslandschaft getrieben werden. \u201eNew Work\u201c, \u201eWork Out Loud\u201c, \u201eDigitalisierung\u201c \u2013 alles wird gehyped, aber was steckt wirklich dahinter??. Ich stelle mir immer vor, dass irgendwo ein paar Consultant-Gurus sich die H\u00e4nde reiben und alle paar Jahre das Unternehmensberater-Tool-Bingo neu mischen.<\/p><p>Vor 5 Jahren kam die gro\u00dfe \u201eDiversity\u201c-Debatte auf, die meiner Meinung nach in Deutschland aber nie richtig verstanden wurde. Das Thema \u201eDiversity\u201c wurde mit in der deutschen \u00f6ffentlichen Diskussion und in deutschen Unternehmen auf \u201eFrauenquotenl\u201c reduziert&#8230; als ob es nur hierum ginge. Hinter \u201eDiversity\u201c verbirgt sich der Haltung, dass sich Unternehmen am besten die Perspektivenvielfalt und die Einzigartigkeit des einzelnen Menschen, im Unternehmen und in der Unternehmensf\u00fchrung zu Nutzen macht. Es geht also nicht um Frauen, sondern auch um Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung, Parteizugeh\u00f6rigkeit, Nationalit\u00e4t, Religion, etc. <strong><em>Wahre Diversity sch\u00e4tzt jede Form von Einzigartigkeit und nutzt sie als St\u00e4rke im Unternehmen.<\/em><\/strong><\/p><p>Und ja, die <a href=\"https:\/\/www.charta-der-vielfalt.de\/ueber-uns\/ueber-den-verein-charta-der-vielfalt\/mitglieder\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Charter der Vielfalt<\/a>, wurde von vielen gro\u00dfen Unternehmen unterzeichnet, doch zu oft bleiben diese Unterschriften reine Lippenbekenntnisse. So eine Charta ist schnell unterschrieben ist, genauso wie Unternehmenswerte auf einer Webseite stehen, und kommt gut bei den Shareholdern. Meine Coachees kommen aus einigen dieser Unternehmen und die Einblicke, die ich bekomme, lassen Raum zur Vermutung, dass es oft bei Unterschriften bzw. Lippenbekenntnissen bleibt.<\/p><p>Unternehmen, wie z. B. die SwissRe, die schon 2013 ein bemerkenswertes <a href=\"https:\/\/www.swissre.com\/about-us\/diversity-inclusion-in-Swiss-Re.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diversity Programm<\/a> auf die Stra\u00dfe gebracht haben, mit der vollen Unterst\u00fctzung des Vorstandes, der verstanden hat, dass die Diversit\u00e4t seiner Kunden auch in seinem Unternehmen und in der F\u00fchrungsmannschaft abgebildet sein sollte und er mit \u201esame, same\u201c nicht weiterkommt. Die Sch\u00f6nheit eines Regenbogens machen die einzelnen Farben in Ihrer Gesamtheit aus und nicht eine Farbe alleine, als auch dass Regen und Sonne zusammenkommen. SwissRe hat ben erkannt, dass echte Vielfalt mehr als nur ein gutes Image bedeutet.&#8221;<\/p><p>Eine \u00e4hnliche Denkhaltung steht in meiner Meinung hinter \u201eDesign Thinking\u201c, wenn man es mehr als das reine Tool sieht:\u00a0 hier geht es doch auch darum, m\u00f6glichst viele unterschiedliche Partien, Abteilungen oder Bereiche und damit unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch zu bekommen, um so nachhaltige und ganzheitliche L\u00f6sungen entstehen zu lassen. Und Agilit\u00e4t zielt ja letztendlich auch auf eine \u00e4hnliche Richtung ab.<\/p><p><strong><em>Es geht darum, ECO vor EGO zu stellen. <\/em><\/strong><\/p><p>Doch oft sehen Unternehmen in neuen Methoden nur Werkzeuge zur Effizienzsteigerung, statt sie als Wegweiser zu einem umfassenderen Ziel zu begreifen. Daneben werden die dazugeh\u00f6rigen\u00a0 Mehrwert stiftenden Denkhaltungen (Mindsets) oft als \u201eoptional\u201c vernachl\u00e4ssigt . (Zukunftsforscher berichten, dass auf Konferenzen, wie z. B. in Davos 2019, dass Unternehmenslenker hinter den Kulissen zugeben, dass ihr gro\u00dfes Ziel ist, den Mitarbeiter m\u00f6glichst in hoher Zahl zu ersetzten. Damit wird das Bild des Unternehmens als Maschine \u2013 das seit dem Zeitalter der industriellen Revolution vorherrscht \u2013 weitergetrieben.)<\/p><p>Warum verschlie\u00dfen sich viele Unternehmen der Bedeutung dieses Perspektivenwechsels? Vor was haben Sie Angst?<\/p><p>Hier hilft uns wieder die Hirnforschung weiter \u2013 alles, was als \u00e4hnlich gesehen und erlebt wird, wird als nicht bedrohlich eingestuft. Alles was \u201eanders\u201c , \u201efremd\u201c bzw. \u201edivers\u201c ist, wird erst einmal automatisch von der Amygdala als bedrohlich eingestuft \u2013 ein \u00dcberbleibsel unserer evolution\u00e4ren Entwicklung.<\/p><p>Wir brauchen Unternehmer, Gr\u00fcnder und Executives , die \u00fcber die instinktive Reaktion der Amygdala hinausdenken und nicht rein in Powerplay und Egoismen denken.<\/p><p>So einfach ist das aber nicht \u2013 jeder der mal versucht hat, einen neuen Vorsatz umzusetzen oder eine schlechte Angewohnheit abzulegen, wei\u00df genau, von was ich spreche \u2013 mir geht das nicht anders. Leider gibt es keinen Schalter, den wir umlegen k\u00f6nnen, sondern es erfordert Aufmerksamkeit und Arbeit, bis neue Verhaltensweisen in Routinen \u00fcbergehen.<\/p><p>Die Arbeit dazu f\u00e4ngt bei jedem selbst an. Die erste Herausforderung ist die Selbstreflexion: Jeder von uns muss bereit sein, das eigene Denken und Handeln, den eigenen F\u00fchrungsstil zu hinterfragen und zu verbessern \u2013 vor allem, wenn wir das selbe von unseren Mitgr\u00fcndern, Co-Foundern und Mitarbeitern verlangen wollen. Im zweiten Schritt geht es darum, die Automatismen der Evolution a) zu bemerken und b) zu verlangsamen, so dass m\u00f6glichst h\u00e4ufig reife und gel\u00e4uterte Entscheidungen und Handlungen zustande kommen. Hier helfen z. B. \u00dcbung aus der Achtsamkeitspraxis.<\/p><p>Wie Michael Jackson es so sch\u00f6n in seinem Lied \u201eMan in the Mirror\u201c schreibt: \u201eI am starting with the man in the mirror, telling him to change his way\u2026\u201c<\/p><p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich staune immer wieder \u00fcber die Vehemenz, mit der neue Trend-\u201eities\u201c regelm\u00e4\u00dfig durch die deutsche Unternehmenslandschaft getrieben werden. \u201eNew Work\u201c, \u201eWork Out Loud\u201c, \u201eDigitalisierung\u201c \u2013 alles wird gehyped, aber was steckt wirklich 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