{"id":2267,"date":"2023-12-01T15:08:47","date_gmt":"2023-12-01T13:08:47","guid":{"rendered":"https:\/\/koru-bcc.de\/?p=2267"},"modified":"2024-09-12T14:54:58","modified_gmt":"2024-09-12T12:54:58","slug":"funktioniert-bei-dir-der-immunschutz-gegen-veraenderung-auch-so-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/koru-bcc.de\/es\/funktioniert-bei-dir-der-immunschutz-gegen-veraenderung-auch-so-gut\/","title":{"rendered":"Funktioniert bei dir der \u201eImmunschutz\u201c gegen Ver\u00e4nderung auch so gut?"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"2267\" class=\"elementor elementor-2267\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-185a1d58 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"185a1d58\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-745422ea\" data-id=\"745422ea\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cf7b211 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"cf7b211\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Seit nunmehr einem Jahr darf ich ein Projekt meines Netzwerkpartners, der businessforce AG begleiten. Es handelt sich um eine systemische Transformation in einem Gro\u00dfkonzerns, charakterisiert durch mehr Mitarbeiterbeteiligung und die Vergabe von Entscheidungskompetenzen in die Organisationstiefe. Ein dynamischer, intensiver und spannender Prozess mit vielen wunderbaren und engagierten Menschen (und ein Grund, warum ich hier seit l\u00e4ngerem nicht mehr aktiv gewesen bin).<\/p><p>Was mich immer wieder fasziniert an solchen Transformationen &#8211; ob in Unternehmen, die z. B. mehr Eigenverantwortung in Teams geben wollen, bei Unternehmerteams, die sich vornehmen, anders miteinander umzugehen, oder bei meinen eigenen Versuchen, mein Verhalten zu \u00e4ndern: Wir wissen, dass stetige Ver\u00e4nderung zum Leben dazu geh\u00f6rt. Und obwohl wir dies erkennen, scheinen wir Menschen offenbar eine gewisse Immunit\u00e4t gegen Ver\u00e4nderung entwickelt zu haben. Ein Impuls, der immer dann zum Tragen kommt, wenn es ernst wird mit dem &#8222;Wollen der Ver\u00e4nderung&#8220;. Oft sind wir uns dieses Widerstands nicht einmal bewusst &#8211; selbst wenn wir die Ver\u00e4nderung eigentlich gut finden und ihr zustimmen, machen wir manchmal &#8230; nichts. Bren\u00e9 Brown schreibt auf Ihrer Seite so sch\u00f6n: I don\u2019t like to think of myself as someone who\u2019s averse to change. But, man, am I averse to change.\u201c Als h\u00e4tten wir, oder zumindest die meisten von uns, einen wirksamen Impfstoff namens &#8222;ImmuNixChange&#8220; erhalten.<\/p><p>Als ich aus Spa\u00df den Begriff googelte, stie\u00df ich auf ein Buch der Harvard Dozenten Robert Kegan und Lisa Lahey von 2009, das ich bis dato nicht kannte und nur auf Englisch gibt: &#8222;\ud835\udc08\ud835\udc26\ud835\udc26\ud835\udc2e\ud835\udc27\ud835\udc22\ud835\udc2d\ud835\udc32 \ud835\udc2d\ud835\udc28 \ud835\udc02\ud835\udc21\ud835\udc1a\ud835\udc27\ud835\udc20\ud835\udc1e: \ud835\udc07\ud835\udc28\ud835\udc30 \ud835\udc2d\ud835\udc28 \ud835\udc0e\ud835\udc2f\ud835\udc1e\ud835\udc2b\ud835\udc1c\ud835\udc28\ud835\udc26\ud835\udc1e \ud835\udc08\ud835\udc2d \ud835\udc1a\ud835\udc27\ud835\udc1d \ud835\udc14\ud835\udc27\ud835\udc25\ud835\udc28\ud835\udc1c\ud835\udc24 \ud835\udc2d\ud835\udc21\ud835\udc1e \ud835\udc0f\ud835\udc28\ud835\udc2d\ud835\udc1e\ud835\udc27\ud835\udc2d\ud835\udc22\ud835\udc1a\ud835\udc25 \ud835\udc22\ud835\udc27 \ud835\udc18\ud835\udc28\ud835\udc2e\ud835\udc2b\ud835\udc2c\ud835\udc1e\ud835\udc25\ud835\udc1f \ud835\udc1a\ud835\udc27\ud835\udc1d \ud835\udc18\ud835\udc28\ud835\udc2e\ud835\udc2b \ud835\udc0e\ud835\udc2b\ud835\udc20\ud835\udc1a\ud835\udc27\ud835\udc22\ud835\udc33\ud835\udc1a\ud835\udc2d\ud835\udc22\ud835\udc28\ud835\udc27&#8220;.<\/p><p>Im folgenden findet Ihr ein paar Einblicke daraus:<\/p><h3>Barrieren der Ver\u00e4nderung durch konkurrierende Ziele<\/h3><p><em><strong><br \/>Obwohl wir uns nach Ver\u00e4nderung sehnen, scheinen wir unbewusst Barrieren zu errichten, die uns genau daran hindern.<\/strong><\/em> <em><strong>Diese Barrieren sind oft so subtil und tief verankert, dass wir sie erst erkennen, wenn wir aktiv danach suchen.<\/strong><\/em><\/p><p>Widerstand gegen Ver\u00e4nderung ist nicht einfach nur eine Opposition oder das Resultat einer gewissen Tr\u00e4gheit. Vielmehr kanalisieren wir, trotz einer echten Bereitschaft zur Ver\u00e4nderung, unbewusst unsere produktiven Kr\u00e4fte in Richtung eines verborgenen, konkurrierenden Ziels. Das erzeugt eine Art dynamisches Gleichgewicht, das die Ver\u00e4nderungsbem\u00fchungen blockiert. Das wirkt zwar wie Widerstand, ist aber tats\u00e4chlich eine Art pers\u00f6nliche Schutzmechanismus gegen Ver\u00e4nderungen.<\/p><p>Dabei handelt es sich um<\/p><ol><li><strong> Konkurrierende Verpflichtungen (Competing commitments)<\/strong><\/li><\/ol><p>Menschen haben oft unbewusste, konkurrierende Verpflichtungen oder \u00c4ngste, die ihrer Verpflichtung zur Ver\u00e4nderung entgegenstehen. Zum Beispiel k\u00f6nnte jemand, der behauptet, er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, gleichzeitig Angst haben, dass er, wenn er weniger arbeitet, seinen Job verlieren k\u00f6nnte. Diese konkurrierenden Verpflichtungen k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass Menschen widerstandsf\u00e4hig gegen Ver\u00e4nderungen sind.<\/p><ol start=\"2\"><li><strong> \u00a0Glaubenss\u00e4tze und grundlegende Annahmen (Big Assumptions)<\/strong><\/li><\/ol><p>Hinter konkurrierenden Verpflichtungen stehen oft grundlegende Annahmen, tief verwurzelte \u00dcberzeugungen, Motive und \u00c4ngste, die unser Verhalten pr\u00e4gen. Diese Annahmen sind oft so tief in uns verankert, dass wir sie nicht einmal erkennen, aber sie k\u00f6nnen eine starke Wirkung auf unser Verhalten haben. Zum Beispiel kann ein Unternehmer sein Unternehmen ausbauen wollen, unbewusst aber Angst haben, dass das Wachstum zu mehr Stress und Konflikten f\u00fchrt.<\/p><h3>\u00a05 Schritte zur &#8222;De-Immunisierung&#8220;<\/h3><p><br \/>Die beiden Autoren schreiben (Zitat): &#8222;Die Ver\u00e4nderung der Denkhaltung (mindset transformation) erfordert das \u00dcberwinden von blinden Flecken, das Aufdecken unserer konkurrierenden Verpflichtungen und das Befreien von einschr\u00e4nkenden Annahmen.&#8220;<\/p><p>Kegan und Lahey haben das \u201eImmunity to change (ITC)\u201c Verfahren entwickelt, das Menschen und Organisationen helfen kann, die \u201ekonkurrierende Verpflichtungen\u201c als auch die \u201eBig Assumptions\u201c zu identifizieren und zu hinterfragen. &#8222;Die Ver\u00e4nderung der Denkhaltung (mindset transformation) erfordert das \u00dcberwinden von blinden Flecken, das Aufdecken unserer konkurrierenden Verpflichtungen und das Befreien von einschr\u00e4nkenden Annahmen.&#8220;<\/p><p>Die 5 Schritte, die sie vorschlagen, kannst du f\u00fcr dich oder mit deinem Team machen:<\/p><ol><li><strong>Lege dich auf eine Ver\u00e4nderung fest:<\/strong> Identifiziere ein konkretes, pers\u00f6nliches oder berufliches Ziel, das du erreichen m\u00f6chtest (z. B. nicht zu allem &#8222;Ja&#8220; sagen). Dieses Ziel sollte ambitioniert, aber realistisch sein und eine echte Verbesserung darstellen (-&gt; SMART). So wie jeder Coaching Prozess startet.<\/li><li><strong>Identifiziere hinderliche Verhaltensweisen:<\/strong> Beschreibe als n\u00e4chstes ganz ehrlich, welche Verhaltensweisen dich (bisher) daran hindern, dein Ziel zu erreichen. Sei dabei ehrlich zu dir selbst, schwindel dich nicht selber an und sei konkret, indem du auf die Handlungen, Verhaltensweisen oder Unterlassungen eingehst, die f\u00fcr das (bisherige) Scheitern verantwortlich sind.<\/li><li><strong>Decke die konkurrierenden Verpflichtungen auf<\/strong>: Stelle dir vor, was das Schlimmste w\u00e4re, wenn du aufh\u00f6rst, die Handlungen aus Schritt 2 (also die hinderlichen Verhaltensweisen) zu praktizieren und stattdessen das Gegenteil tust. \u00dcberlege, welche verborgenen Verpflichtungen oder \u00c4ngste hinter den identifizierten Verhaltensweisen stehen k\u00f6nnten. Oft handelt es sich dabei um unbewusste Glaubenss\u00e4tze oder grundlegende Annahmen, die deinen Widerstand gegen Ver\u00e4nderung erkl\u00e4ren. Identifiziere diese und hinterfrage sie.<\/li><li><strong>Arbeite deine grundlegenden Annahmen heraus<\/strong>: Sobald du deine konkurrierenden Verpflichtungen klar definiert hast, identifiziere die zugrunde liegenden Annahmen. Frage dich: &#8222;Warum w\u00e4re es so schlimm, wenn das, was ich vermeiden m\u00f6chte, passiert? Warum habe ich so gro\u00dfe Angst davor?&#8220; Einige der Annahmen, die du entdeckst, k\u00f6nnen stimmen &#8211; andere nicht. Indem du diese tief verwurzelten Gef\u00fchle aufdeckst und objektiv betrachtest, kannst du beginnen zu sehen, ob die Grundlagen deines hinderlichen Verhaltens irgendeine wirkliche Wahrheit f\u00fcr dich enthalten.<\/li><li><strong> F\u00fchre kleine Tests\/MVPs mit der Ver\u00e4nderung durch: <\/strong>Entwerfe kleine, \u00fcberschaubare Experimente, um deine konkurrierenden Verpflichtungen und gro\u00dfen Annahmen zu testen und herauszufordern. Ziel dieser Tests ist es, herauszufinden, ob deine Annahmen tats\u00e4chlich zutreffen, oder ob es Raum f\u00fcr Ver\u00e4nderungen und Wachstum gibt. Wenn du beispielsweise Schwierigkeiten hast, Aufgaben zu delegieren, weil du bef\u00fcrchtest, dass sie nicht richtig erledigt werden, k\u00f6nnte ein Test darin bestehen, eine kleine, nicht kritische Aufgabe zu delegieren und zu sehen, was passiert. Wenn die Aufgabe erfolgreich abgeschlossen wird, k\u00f6nnte dies dazu beitragen, die Annahme in Frage zu stellen, dass nur du die Arbeit richtig erledigen kannst (und ganz klar &#8211; keiner kann es so gut wie du ;-))<\/li><\/ol><h3>Man in the mirror<\/h3><p>Genau wie meine Erfahrungen aus \u00fcber 25 Jahren Ver\u00e4nderungsbegleitung &#8211; und -beobachterin in Unternehmen mich gelehrt hat, dass der Erfolg der Transformation an die Bereitschaft des Entscheiderteams gekn\u00fcpft ist, sich selbst zu ver\u00e4ndern, so betonen auch Kegan und Lahey die Bedeutung der pers\u00f6nlichen Entwicklung und Transformation. F\u00fchrungskr\u00e4fte und Unternehmer, die sich ihrer eigenen Immunit\u00e4t gegen Ver\u00e4nderung bewusst sind und daran arbeiten, diese zu \u00fcberwinden, sind effektiver und besser in der Lage, Ver\u00e4nderungen in ihren Organisationen zu f\u00f6rdern. Auch wenn das nicht alle h\u00f6ren wollen ;-).<\/p><p>Selbst Michael Jackson hat schon 1987 in \u201eMan in the mirror\u201c gesungen:<\/p><p>\u201eI&#8217;m starting with the man in the mirror.<\/p><p>I&#8217;m asking him to change his ways<\/p><p>And no message could&#8217;ve been any clearer<\/p><p>If you want to make the world a better place<\/p><p>Take a look at yourself and then make a change.\u201d<\/p><h3>Reflektion &amp; Innenschau<\/h3><p>Wenn ihr darauf Lust habt, dann k\u00f6nnt ihr Euch als Teams R\u00e4ume f\u00fcr Selbstreflexion schaffen. Dies k\u00f6nnt ihr durch regelm\u00e4\u00dfige geplante Zeitfenster zu dem Thema, Reflexions\u00fcbungen oder im Rahmen von TeamCoaching durchf\u00fchren. Jede(r) Einzelne von Euch kann sich Zeit f\u00fcr Selbstreflexion nehmen, unterst\u00fctzt durch Journaling, Meditation oder pers\u00f6nliches Coaching.<\/p><p>Falls Ihr mit mir dar\u00fcber sprechen wollt, dann sucht euch hier einen passenden Termin aus:<\/p><p><a href=\"https:\/\/outlook.office.com\/bookwithme\/me\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/outlook.office.com\/bookwithme\/me<\/a><\/p><p>Diese Texte haben mich inspiriert:<\/p><p><a href=\"https:\/\/hbr.org\/2001\/11\/the-real-reason-people-wont-change\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/hbr.org\/2001\/11\/the-real-reason-people-wont-change<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.gse.harvard.edu\/hgse100\/story\/changing-better\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.gse.harvard.edu\/hgse100\/story\/changing-better<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.mindtools.com\/a4l75hx\/immunity-to-change\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.mindtools.com\/a4l75hx\/immunity-to-change<\/a><\/p><p>\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit nunmehr einem Jahr darf ich ein Projekt meines Netzwerkpartners, der businessforce AG begleiten. 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